Sicherheitsschicht: Warum Protektoren im Winter anders reagieren
Die Schutzkleidung für Rollerfahrer hat eine Hauptaufgabe: Schutz bei Stürzen. Doch wusstest du, dass viele Protektoren bei Kälte ihre Eigenschaften verändern? Ein Standard-Schaumstoffprotektor kann bei -5 Grad hart wie ein Brett werden und bei einem Aufprall nicht mehr dämpfen, sondern die Energie direkt an den Knochen weitergeben. Im Winter gelten für die Ausrüstung andere Regeln.
Viskoelastische Protektoren vs. Hartschale
Moderne Protektoren bestehen oft aus viskoelastischem Schaum (z.B. SAS-TEC oder D3O). Diese Materialien sind im Sommer weich und flexibel, verhärten aber beim Aufprall. Bei extremer Kälte neigen sie jedoch dazu, von vornherein starr zu sein. Trage solche Protektoren im Winter immer nah am Körper (über der Thermounterwäsche, aber unter der Isolationsschicht), damit sie durch deine Körperwärme geschmeidig bleiben.
Sichtbarkeit durch Reflexion
Sicherheit bedeutet im Winter auch, gar nicht erst übersehen zu werden. Die meisten Winterjacken für Rollerfahrer sind dunkel. Das ist fatal. Achte beim Kauf auf große Reflexionsflächen oder nutze eine Warnweste über der Jacke. Es gibt mittlerweile auch stylische Reflex-Überzüge, die bei Tag grau und unauffällig sind, aber bei Scheinwerferlicht hellweiß leuchten.
Die Gefahr der dicken Schichten
Vorsicht beim „Aufpolstern“: Wenn du zu viele dicke Pullover unter deine Rollerjacke ziehst, wird die Jacke so eng, dass die Protektoren verrutschen oder deine Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Du musst in der Lage sein, einen Schulterblick ohne Anstrengung auszuführen. Wenn du dich wie ein Michelin-Männchen fühlst, ist das Unfallrisiko durch mangelnde Beweglichkeit höher als der Nutzen der Wärme.
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