2. Aufzüge im Blackout: Technische Realität und die Falle im Stiegenhaus

Geschrieben am 02.10.2026
von Harald Bachlmayr

2. Aufzüge im Blackout: Technische Realität und die Falle im Stiegenhaus

Die wichtigste technische Tatsache vorweg: Handelsübliche Personenaufzüge in Mehrparteienhäusern besitzen in der Regel keine Notstromaggregate für den Dauerbetrieb. Viele moderne Anlagen verfügen lediglich über eine automatische Notbefreiung (Notabsenkung mittels Pufferbatterie), die die Kabine bei Netzausfall in das nächste Stockwerk fährt und die Türen öffnet, damit niemand eingesperrt bleibt. Danach ist die Anlage stromlos und außer Betrieb.

Rollstuhlfahrer in oberen Stockwerken sind ab diesem Moment physisch im Gebäude gebunden. Lifttüren öffnen sich nicht mehr, Plattformlifte stehen still. Es existiert keine zentrale Automatik, die gehbehinderte Menschen nach unten befördert. Das bedeutet: Ohne direkte menschliche Hilfe vor Ort ist ein Verlassen des Gebäudes unmöglich.

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